Wir sind aus mehreren Gründen für die Einführung der Todesstrafe für einige klar definierte Straftaten. Wir reden hier über Kapitalverbrechen und abscheuliche Taten.

(Uns sind die Argumente Pro/Contra bekannt und wir verweisen hier stellvertretend auf einen Link von Amnestie International (http://www.amnesty.de/de/2910/download_materialien/htm_dateien/pro_contra_argumente_ts.htm)
Wir wissen, dass dieses Thema emotional und kontroves diskutiert wird. Genau deshalb ist hier Sachlichkeit angebracht.
Lesen Sie den Programmpunkt bitte ganz durch bevor Sie vielleicht unüberlegte Kommentare los schicken. Dank im Voraus.

Nur in einem funktionierendem Rechtsstaat darf es die Todesstrafe geben.

  1. Verteidigung der Rechtsordnung
  2. Sühnerecht der Angehörigen
  3. Abschreckung
  4. Unmenschlichkeit von sehr langen Haftstrafen
  5. Kosten
  6. Methode
  7. Begnadigung
  8. Andere „Niemals Wieder“-Strafen

Zu 1.
Der Staat muss die Rechtsordnung verteidigen, denn er nimmt für sich das Gewaltmonopol in Anspruch. Je höher das verletzte Rechtsgut, desto höher muss die Strafe sein.
Das Recht auf Leben ist das höchste Rechtsgut für das Individium – dem gegenübergestellt wird das höchste Rechtsgut des Geschädigten.
Ohne die Möglichkeit der  Todesstrafe kommt es an diesem Punkt zu einem Ungleichgewicht und das Leben z.B. eines Mörders wäre wertvoller als das Leben seines Opfers.

Zu 2.
Im menschlichen Dasein gibt es Rachegelüste und den starken Wunsch nach Sühne. Wir leugnen diese Fakten nicht PuTTY SSH tunnel X11 forwarding , wollen sie aber in rechtsstaatliche Bahnen lenken und wollen keine Spirale wie bei der Blutrache.
Das erste Recht auf Sühne haben sicherlich die Angehörigen des Opfers. Daher haben sie auch das erste Recht der Vollstreckung der Todesstrafe. Wenn sie auf dieses Sühnerecht verzichten, kann – muss nicht – der Staat eintreten.

Zu 3.
Die Todesstrafe hat eine abschreckende Wirkung, es ist zu klären auf welchen Menschen. Fanatiker, Terroristen und Wahnsinnige werden sicherlich nicht davon abgeschreckt.
Wir sind der Überzeugung, dass „normalere“ Menschen mit krimineller Energie sehr wohl eine Güterabwägung vornehmen und die Todesstrafe abschreckenden Charakter hat.

Zu 4.
Wir halten die Strafe Freiheitsentzug, die länger als ein Jahrzehnt dauert, für inhuman. Wir möchten eine Diskussion über den Sinn von Haftststrafen länger als 10 Jahre.

Zu 5.
In der Wirklichkeit spielen Kosten immer eine Rolle. Wir gehören nicht zu denen, die dies leugnen. Letzendlich bringt der Steuerzahler die Gelder für die den Strafvollzug auf und dieser ist auch zu fragen, ob er bereit ist für 15 Jahre Haft drei Millionen EUR zu bezahlen.
Plus der Kosten für die Strafverfolgung des Täters, plus Kosten für das Verfahren.

Zu 5.
Die Vollstreckung der Todesstrafe ist sicherlich etwas sehr bewegendes. Die Gegner der Todesstrafe versuchen hier auch häufig anzusetzen, auch zu Recht.
Wir sind für die Vollstreckung durch die Kugel. Sie gilt weltweit als mortal und augenblicklich tötend.

Zu 7.
Die Option auf Begnadigung eines zum Todeverurteiltem ist im Gesetz zu verankern.

Zu 8.
Um auch bei anderen schweren Straftaten, die nicht mit der Todesstrafe bedroht sind, ein entsprechend hohes Strafmittel androhen zu können, sollten „Niemals-Wieder“ Strafen möglich sein.
Beispielsweise ein lebenslanges Fahrverbot mega pizza , ein lebenslanges Verbot leitender Tätigkeit bei  Angestellten (sog. Managern),

Hintergründe:

Aus dem Strafgesetzbuch
Bei der Entscheidung nach § 57 II StGB ist außer dem Vollzugsverhalten und den (durch die Verurteilung nicht verbrauchten) Milderungsgründen auch der Strafzweck der Sühne für schwere Tatschuld und der Gesichtspunkt der Verteidigung der Rechtsordnung zu beachten, so dass bei schweren Taten  i.d.R. keine Halbstrafenaussetzung in Betracht kommt.