Wir stellen hier eine Liste von deutschen Erfindern und Unternehmen vor, deutsche Unternehmen mit Tradition und Weltruf.

Suchaufruf
Das Deutsche Technikmuseum Berlin sucht gegenwärtig den Prototypen des Zaschka Hubschraubers. Die Suche verläuft über die Lost Art Internet-Datenbank, die von der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste in Magdeburg betrieben wird, einer Einrichtung des Bundes und der Länder der Bundesrepublik Deutschland.

Deutsche Bierbrauer

Stellvertretend für das einzigartige deutsche Bier nenne ich hier die Brauerei aus Wernesgrün.
Die Brüder Schorer erhielten 1436 das Braurecht und gründeten eine Brauerei und Schankstube.
Zu DDR-Zeiten wurde das Unternehmen enteignet und zur „VEB Exportbierbrauerei Wernesgrün“. Heute gehört die Brauerei zu der Bitburger Unternehmensgruppe.
Das Reinheitsgebot für Bier gehört zu den ältesten Lebensmittelgesetzten der Welt. Es wurde 23. April 1516 auf dem Landständetag zu Ingolstadt von Bayerns Herzog Wilhelm IV. erlassen.

Suhl – das deutsche Damaskus

Seit etwa 1499, belegt seit 1535 werden in Suhl Jagd- und Militärgewehre entwickelt und hergestellt.
In Suhl ist das Unternehmen Merkel Jagd- & Sportwaffen GmbH ansässig, gegründet 1898 von den Brüdern Albert Oskar Merkel, Karl Paul Merkel und Gebhard Merkel.
Das Unternehmen hieß erst „Gebrüder Merkel Suhl“.

Gottlieb Daimler

Gottlieb Wilhelm Daimler, geboren am 17. März 1834 in Schorndorf  entwickelte den ersten schnelllaufenden Benzinmotor und das erste vierrädrige Kraftfahrzeug mit Verbrennungsmotor der Welt.

Carl Friedrich Benz

Carl Friedrich Benz, geboren am 25. November 1844 in Mühlburg.
Sein Benz Patent, Motorwagen Nummer 1 von 1885 gilt als erstes modernes Automobil der Welt.
Diese beiden Herren schufen die Marke „Mercedes-Benz“.

Carl Zeiss

Carl Zeiss, geboren am 11. September 1816 in Weimar
Im November 1846 ,  erhielt Carl Zeiss seine „Konzession zur Fertigung und zum Verkauf mechanischer und optischer Instrumente sowie zur Errichtung eines Ateliers für Mechanik in Jena“.
Die ersten Artikel, die sich gut verkauften, waren Lupen, dann entwickelte und fertigte er die besten Mikroskope der Welt.

Ernst Leitz

Das Unternehmen Leitz wurde 1869 von Ernst Leitz gegründet. Es war das Nachfolgeunternehmen des von Carl Kellner 1849 in Wetzlar gegründeten „Optisches Institut“ .
Schnell wurde es zu einem führenden Anbieter von Mikroskopen, ab 1924 auch von Kameras, den berühmten Leica´s.
Um 1920 beschäftigten die Leitz-Werke rund 1.400 Mitarbeiter.

Dürkopp

Dürkopp hatte bereits 1861 seine erste Nähmaschine konstruiert und machte sich am 22.Oktober 1867 mit Schmidt als „Dürkopp & Schmidt“ in Bielefeld selbständig.
Nach dem Ausscheiden von Schmidt 1876 wurde die Firma in „Dürkopp & Co.“ geändert.  Als erstes deutsches Unternehmen begann Dürkopp mit der Serienproduktion von Fahrrädern.

Fahrräder unter dem Namen Dürkopp wurden bis 2006 von der sächsischen Biria AG hergestellt und verkauft.
Die fünf größten Fahrradhersteller in den 1920er Jahren waren: Brennabor, Diamant, Opel, Dürkopp und Mifa, wobei Dürkopp seit 1930 bei den Rennrädern die Nummer 1 war.

Telefunken

Die Telefunken hat in der Funk- bzw. Nachrichtentechnik wegweisende Arbeit geleistet und über 20.000 Patente erhalten. Sie hat die drahtlose Fernsehübertragung entwickelt, sprich das Fernsehen und die Fernsehnorm PAL.

Auf Drängen von Kaiser Wilhelm II, gründeten am 27. Mai 1903 Siemens & Halske und die AEG zu gleichen Teilen als Gemeinschaftsunternehmen für Funktechnik in Berlin die Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m.b.H., System Telefunken mit einem Stammkapital von 300.000 Goldmark.
Auf der 5. Großen Deutschen Funkausstellung in Berlin 1928 stellte das Unternehmen erstmals Fernsehgeräte aus.

Messerschmitt AG

Deutschland war vor 1945 eines der innovativsten Flugzeughersteller der Welt.
Sehr erfolgreich war Willy Messerschmitt. Ab 1927 arbeitete er bei den Bayerischen Flugzeugwerken und scharte dort ein Entwicklungsteam um sich, welches völlig neue Wege der Flugzeugentwicklung ging.
Mit dem Reiseflugzeug Bf 108 „Taifun“ und dem Jagdflugzeug Bf 109 gewannen Messerschmitt und sein Team bis in die zweite Hälfte der 1930 Jahre hinein mehrere Entwicklungswettbewerbe.
Messerschmitt baute mit der Me 262 „Schwalbe“ das weltweit erste serienmäßig produzierte Flugzeug mit Strahltriebwerk und mit der Me 163 „Komet“ ein Flugzeut mit einem neuartigen Raketentriebwerk.

Flugzeuge und die Konstruktionspläne wurden 1945 von den amerikanischen Besatzern gestohlen, dem Unternehmen Messerschmitt wurde verboten Flugzeuge zu bauen.

Erfindung des Hubschraubers

Engelbert Zaschka konstruierte und präsentierte 1926/1927 einen der ersten Vorläufer des Trag- und Hubschraubers.
Er meldete es 1926 zum Patent an.

Erst im Jahr 1936 gelang es Henrich Focke und Gerd Achgelis mit dem Modell Focke-Wulf Fw 61 den ersten voll steuerbaren Hubschrauber zu bauen.

Motorrad

Das erste Serien-Benzinmotorrad war die Hildebrand & Wolfmüller von 1894. Es war das erste käufliche Motorrad der Welt.
Dieser Hersteller verwendete erstmals den Begriff „Motorrad“ und ließ ihn patentrechtlich schützen.
Der Konstrukteur Alois Wolfmüller arbeitete unter anderem bei Dürkopp in Bielefeld und Carl Benz in Mannheim. Später führte er Versuche mit der Konstruktion von Otto Lilienthal im Luftfahrtbereich durch.

Dampfmaschine

Kemna baute ab 1908 eine mehrzylindrische Heißdampf-Hochdruck-Dampfmaschine mit sehr gutem Wirkungsgrad.

Kemna war eine Dampfmaschinen-, Dampftraktoren-, Lokomobilen-, Dampfpflug-, Straßenwalzen- und Traktorenfabrik in Breslau (Hauptstadt Schlesiens, gegründet 1867 bis 1945 Deutschland, heute von Polen besetzt)
1945 wurde das Werk in Breslau völlig zerstört, aufgrund der Gebietsabtretung Schlesiens an Polen wurde das Werk Julius Kemna im Jahr 1945 geschlossen.