Stand der Dinge

Außenpolitik heisst die Interessen des eigenen Landes zu vertreten und diplomatische Beziehungen zu anderen Ländern zu pflegen um diese Interessen wahrnehmen zu können..
Alles was dem eigenen Land nutzt, ist gute Außenpolitik.

Deutschland will und braucht gute Beziehungen zu anderen Ländern.

Deutsche Außenpolitik kann nicht grundsätzlich EU-Politik sein, EU-Politik läuft in wichtigen Punkten Deutschen Interessen zuwider. Die Außenpolitik der beiden größten Kolonialmächte England und Frankreich ist in vielen Punkten nicht deutsche Außenpolitik.

Deutschland betreibt seit dem II. Weltkrieg keine eigene, deutsche Interessen vertretende, Außenpolitik mehr. Bedingt durch eine 50 jährige Besatzung.

Wenn Deutschland ein eigenständiges Land sein will (und darf), muss sich die deutsche Außenpolitik ändern. Wie schon oben beschrieben hin zu einer Politik, die die Interessen von  Deutschland wahrnimmt.
Wenn sich diese mit den Interessen der anderen europäischen Staaten deckt, ist das gut.

Die Geschichte nach 1918 und 1945 wurde von den Siegern der Kriege geschrieben. Das geteilte und verkleinerte Deutschland hat nur abgenickt.

Hintergründe:

Deutschland war von 1945 bis 1994 von fremden Soldaten besetzt, auch wenn es offiziell anders genannt wurde. Das ist die längste Besatzungszeit (fast 50 Jahre!), die mir bekannt ist.

Besatzer: England 120.000, Frankreich, USA, Russland 500.000 Soldaten. Es wurde zwar 1952 ein sogenannter Deutschlandvertrag geschlossen, der das Ende der Besatzung sein sollte. Dieser änderte aber nichts am Verbleib von fremden Soldaten in Deutschland. Damit ist er nur kosmetischer Natur.

Deutschland ist auch 2011 noch der größte Stationierungsort der USA in Europa, mehr als 59.000 US-Soldaten sind hier stationiert. Die US-Armee hat immer noch Atomwaffen in Deutschland gelagert. Die Bundeswehr hat keine Verfügungsgewalt über diese Waffen.

Auch im sogenannten „zwei-plus-vier-Vertrag“ ist von den Besatzern eine Obergrenze von 370.000 Soldaten für die Bundeswehr festgelegt worden.

Deutschland ist auch von der neuen Nukleardoktrin der USA betroffen: Diese ordnet Kernwaffen in die präventive Militärstrategie der USA ein und stellt eine Vielzahl von Einsatzszenarien vor.
Kernwaffenschläge werden nicht nur zur Abschreckung von Angriffen mit Massenvernichtungswaffen vorgesehen, sondern auch, um ungünstige Kriegsverläufe zu wenden und einer multinationalen Intervention zum Erfolg zu verhelfen.
Die neue Nukleardoktrin „konventionalisiert“ das Denken über Kernwaffen und bricht das Jahrzehnte gewahrte „nukleare Tabu“.
Dieser völkerrechtswidrigen und der Weltsicherheit schädlichen Entwicklung widersetzt sich bisher nur der US-Kongress.
Da die Doktrin das weltweite Nukleararsenal der USA als Einheit behandelt, sind auch die Interessen Deutschlands betroffen, das als NATO-Partner Standort taktischer Kernwaffen ist und an multinationalen Einsätzen teilnimmt.
(Mehr Infos: Harald Müller/Stephanie Sohnius, Die neue amerikanische Nuklearstrategie: Ein gefährlicher Irrweg)

Das deutsche Volk ist eines der friedlichsten Völker der Welt.

Diese Aussage mag zunächst verblüffen und erstaunen, hören wir doch seit 100 Jahren wie böse und aggressiv Deutschland sei.
Diese Sicht der Dinge wurde durch die Besatzer, in der Hauptsache durch englische Propaganda (bereits vor dem I. Weltkrieg), weltweit verbreitet. „Die Hunen (falsch für Deutsche) tragen die alleine Schuld an allen Kriegen!“

Daran glaubt die deutsche Bevölkerung jetzt selber.

Die Indoktrination der Siegermächte funktioniert also gründlich und nachhaltig.
Die Deutschen geißeln sich seit Jahrzehnten selber und versichern aller Welt, dass sie keine „Nazis“ sind.
Was sie jetzt aber sind, wissen sie selber nicht.

Es ist keine Frage, dass die Verbrechen während der Regierungszeit der NSDAP eine Schande für Deutschland sind. Aber die Geschichte Deutschlands ist nicht 12 Jahre NSDAP Regierung, sondern eine tausendjährige Reichsgeschichte und zwar ohne Kolonialmacht gewesen zu sein. (Die Kolonialzeit während der Regierung Wilhelms II. ist bekannt, ändert aber nichts an der Aussage, siehe auch den Artikel Kolonialmächte)

Es kam trotz Besatzung nur zu einem Aufstand der deutschen Bevölkerung am 17. Juni 1953 in der russisch besetzten Zone.

Und genau das ist das Dilemma, Deutschland ist von den Siegern mit Absicht schwach gehalten worden und es ist immer schwächer geworden. (Politische Schwäche, nicht wirtschaftliche)
Deshalb wirken hier neben den Siegern immer mehr fremde Kräfte, die Deutschland ausbeuten.
Die Sieger benutzen Deutschland immer noch als Standort für ihre Soldaten und Basis für ihre Kriegeeinsätze. Dazu sind mittlerweile 15 Millionen  Ausländer zugezogen, die von den Deutschen zum größtenteil ernährt werden müssen.

Die deutschen Politiker sind nicht nur grobfahrlässig untätig, sie regieren sogar gegen ihr eigenes Volk.

Ich frage mich mittlerweile, ob man da überhaupt von einem souveränen Staat Deutschland sprechen kann.

Copyright ©: Horst Thiel, 2011